Sicherheit beim Arztbesuch : Arztbesuche besser nicht aufschieben

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Die Angst vor dem Coronavirus hat zu einem deutlichen Rückgang von Arztbesuchen geführt. ©Freepik.com

Die Angst vor dem Coronavirus hat zu einem deutlichen Rückgang von Arztbesuchen geführt. Wer akute Beschwerden nicht behandelt oder Vorsorgeuntersuchungen nicht wahrnimmt, riskiert womöglich seine Gesundheit. Besonders gefährdet sind chronisch kranke und ältere Menschen.

Hand auf`s Herz – haben Sie in den vergangenen Monaten wichtige medizinische Check-Ups zur Früherkennung von Krankheiten verstreichen lassen? Wenn ja, dann geht es Ihnen wie vielen Bundesbürgern. Denn laut einem Bericht des Zentralinstituts für Kassenärztliche Versorgung (ZI) wurde seit Pandemiebeginn eine Vielzahl von Präventionsleistungen und Vorsorgeuntersuchungen, wie Hautkrebs- oder Mammographiescreenings, nicht wahrgenommen. Zudem haben sich viele Menschen mit chronischen Erkrankungen nicht ausreichend medizinisch versorgen lassen oder an empfohlenen Disease-Management-Programmen (DMP) nicht teilgenommen. 

Die Gefahr, sich in der Arztpraxis mit Corona zu infizieren, ist gering

Besonders viele ältere und gefährdete Personen meiden nach wie vor den Besuch beim Arzt. Viele befürchten, sich im Wartezimmer mit SARS-CoV-2 anzustecken. Doch die Angst ist in der Regel unbegründet, denn Kliniken und Arztpraxen haben schon zu Beginn der Pandemie wirksam vorgesorgt, um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten. Die Hygienemaßnahmen in den ärztlichen Praxen sind hoch und reichen von den üblichen AHA-Regeln (Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen) über veränderte Sprechzeiten und Terminvergaben bis hin zu gesonderten Infektionssprechstunden, um insbesondere Risiko-Patienten getrennt von mutmaßlichen COVID-19-Patienten versorgen zu können.

Personen mit Infekten werden gesondert versorgt

Die Erfahrung, dass das Corona-Management von Arztpraxen gut funktioniert, hat auch Karin Müssler gemacht. Als Bluthochdruck-Patientin geht sie konsequent einmal im Quartal zu ihrer Hausärztin, um sich durchchecken zu lassen. Schließlich hat sie wegen ihrer Hypertonie ein deutlich erhöhtes Risiko, an den Gefäßen zu erkranken, einen Herzinfarkt zu erleiden oder dass die Nieren versagen. Wegen Hals- und Gliederschmerzen hat Karin Müssler vor Kurzem erstmals eine Videosprechstunde bei ihrer Hausärztin wahrgenommen. „Als sie meinen Zustand sah, bat sie mich zum Corona-Test in ihre Praxis. Sie erklärte mir, dass ich zu einer gesonderten Uhrzeit und über einen Nebeneingang die Räumlichkeiten betreten solle. Als ich dann dort war, empfingen mich meine Hausärztin und ihre Arzthelferin mit entsprechender Schutzkleidung.“ Der PCR-Test, der bei Karin Müssler gemacht wurde, fiel glücklicherweise negativ aus und die Ärztin diagnostizierte lediglich einen grippalen Infekt, der dann auch nach einigen Tagen ausgestanden war.

Um das Infektionsrisiko zu senken, gibt es zahlreiche Sonderregelungen

Krankenhäuser und Praxen haben nicht nur ihre organisatorischen Abläufe optimiert, sondern der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie auch zeitlich befristete Sonderregelungen getroffen, um das Infektionsrisiko für Patienten zu verringern. In diesem Zuge ist unter anderem auch das Ausstellen einer Wiederholungsverordnung durch den Arzt nach telefonischer Anamnese möglich. Vertragsärzte dürfen für ihnen bekannte Patienten Folgeverordnungen auch nach telefonischer Anamnese ausstellen und postalisch an die Patienten übermitteln, wenn bereits zuvor aufgrund derselben Erkrankung eine unmittelbare persönliche Untersuchung durch den verordnenden Vertragsarzt erfolgt ist. Der Patient muss also nicht unbedingt in der Praxis vorstellig werden. Zudem kann er sich notwendige Rezepte zusenden lassen oder das Praxisteam schickt diese direkt an die Apotheke.

Die Versorgung mit Medikamenten bequem von zu Hause aus erledigen

Karin Müssler praktiziert diesen Weg schon seit Längerem und lässt das Rezept für ihr Bluthochdruck-Medikament, dass sie regelmäßig einnehmen muss, vom Praxisteam meist direkt an die SHOP APOTHEKE senden. „Nur wenn ich zusätzlich noch ein Privatrezept benötige, bei dem ich die Arzneimittel selbst zahlen muss, lasse ich mir beide Verordnungen nach Hause schicken“, erklärt Karin Müssler. Diese sendet sie dann gemeinsam mit ihrem Bestellschein, auf dem dann meisten noch OTC-Produkte wie eine Beincreme oder Nahrungsergänzungsmittel stehen, per Post an die Online-Apotheke. Für Bestellungen von nicht verschreibungspflichtigen Produkten erhält sie dort extra Bonuspunkte, so genannte RedPoints. Damit die Arztpraxis kein Porto zahlen muss, hat Karin Müssler bei einem ihrer Routinebesuche extra Freiumschläge der SHOP APOTHEKE in ihrer Patientenakte deponieren lassen.

Wie genau das mit der Rezepteinsendung funktioniert, einen 10 €-Gutschein für Ihr erstes Privatrezept und die Möglichkeit, mit Ihrem Kassenrezept zu spenden, erfahren Sie hier: Rezepte einreichen bei der SHOP APOTHEKE

Maßnahmen zum Infektionsschutz konsequent einhalten

Als Mensch mit einer chronischen Erkrankung achtet Karin Müssler besonders auf sich und ihre Gesundheit. Eine regelmäßige ärztliche Versorgung ist ihr auch in Zeiten von Corona wichtig, ebenso wie die empfohlenen medizinischen Check-ups. Um das Risiko einer Ansteckung auch beim Arztbesuch möglichst gering zu halten, hält sie sich konsequent an die empfohlenen Maßnahmen zum Infektionsschutz:

  • Abstand halten,
  • Hygiene beachten,
  • OP-Maske oder besser noch FFP2-Maske tragen und
  • Corona-Warn-App nutzen.

Und sobald Karin Müssler an der Reihe ist, möchte sie sich in der Praxis impfen lassen – egal mit welchem der zugelassenen Impfstoffe. Sie vertraue der Einschätzung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), die schließlich alle Wirkstoffe gründlich prüfe, bevor sie eine Zulassung erteile. Wenn sie allerdings die Wahl habe, wäre ihr ein Impfstoff recht, der nur einmal injiziert werden müsse. Denn Spritzen möge sie generell nicht gerne.