Formen der Inkontinenz : Entspannter Alltag – trotz Inkontinenz

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Spezielle Alltagshelfer unterstützen Betroffene im Umgang mit Inkontinenz. ©psodaz | Freepik

Oft neigen Menschen mit Inkontinenz dazu, sich in die eigenen vier Wände zurückzuziehen. Es fehlt Wissen über Umgang und Formen der Inkontinenz.

Offiziell leiden mehr als neun Millionen und damit über zehn Prozent der Deutschen an Inkontinenz: Sie haben Schwierigkeiten, ihre Blase oder ihren Darm zu kontrollieren. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein, da Betroffene sich häufig nicht einmal ihrem Arzt anvertrauen. Daraus resultiert fehlendes Wissen – vor allem über die verschiedenen Formen des Symptoms. Fehlendes Wissen wiederum erschwert den Umgang mit Inkontinenz, die in zwei Formen auftritt: die Harn- und die Stuhlinkontinenz, die wiederum in weitere Unterarten unterteilt werden können.

Die häufigste Form der Inkontinenz: Harninkontinenz

Im Volksmund wird Harninkontinenz auch als „Blasenschwäche“ bezeichnet, obwohl die Blase nicht immer Ursache ist. Es gibt fünf unterschiedliche Erscheinungsformen von Harninkontinenz. Für alle gilt, dass einige Medikamente (z.B. Antidepressiva, Neuroleptika und Diuretika), aber auch Alkohol eine bestehende Harninkontinenz verstärken können.

Die Belastungsinkontinenz: Das Anheben schwerer Gegenstände, aber auch Husten, Niesen und Lachen können für einen erhöhten Druck im Bauchbereich sorgen. Dieser führt bei Menschen mit Belastungsinkontinenz dazu, dass sie unkontrolliert Urin verlieren. In extremen Fällen nicht nur bei Bewegung, sondern sogar im Stehen oder Liegen. Da meist körperliche Belastungen der Auslöser sind, wurde diese Form früher auch als „Stressinkontinenz“ bezeichnet. Frauen sind von dieser Form viel häufiger betroffen, was unter anderem auf ein von Natur aus breiteres Becken sowie eine schwächere Beckenbodenmuskulatur zurückzuführen ist.

Die Dranginkontinenz: Schon bei einer wenig gefüllten Blase wird an ein Gehirn das Signal gesendet, die Blase sei voll. Darauf reagiert der Körper (meist ohne Vorwarnung) mit der willkürlichen Entleerung der Blase, teilweise sogar mehrmals pro Stunde.

Die Reflexinkontinenz: Bei dieser Form der Harninkontinenz spüren Betroffene nicht mehr, wann die Blase voll ist und können dementsprechend auch die Entleerung nicht kontrollieren. In unregelmäßigen Abständen entleert sich die Blase eigenständig, oftmals aber nicht vollständig. Eine Querschnittslähmung, neurologische Erkrankungen, ein Schlaganfall oder Alzheimer sind als Ursache möglich.

Die Überlaufinkontinenz: Menschen, die an einer Überlaufinkontinenz leiden, haben oft permanent das Bedürfnis, die Toilette aufzusuchen. Durch einen blockierten Blasenausgang wird der Harnabfluss allerdings erschwert. Das heißt: Selbst bei voller Blase können nur geringe Mengen Urin abfließen. Als Ursache gelten nicht selten eine vergrößerte Prostata oder eine Harnröhrenverengung, die wiederum durch einen Tumor oder durch Harnsteine entstehen können.

Die Extraurethrale Inkontinenz: Diese Form unterscheidet sich von den anderen in dem Punkt, dass Urin nicht über die dafür vorgesehenen Harnwege abläuft, sondern durch andere Öffnungen wie Scheide oder After. Grund kann eine angeborene Fehlbildung oder sogenannte Fistel sein. Fisteln können nach einer Entzündung, Operation oder Röntgenbestrahlung entstehen und verbinden ein Hohlorgan wie den Darm mit anderen Hohlorganen oder der Haut. Somit entsteht eine zusätzliche Öffnung in der Haut.

Viele mögliche Ursachen, ein Symptom: Die Stuhlinkontinenz

Diese Form der Inkontinenz tritt seltener auf als die Harninkontinenz. Betroffene können den Darminhalt sowie Darmgase nicht im Enddarm zurückhalten. Die Ursache ist meist eine Störung des sogenannten Kontinenzorgans, des Anorektums, zu dem der Mastdarm (hier wird der Stuhl „eingelagert“), der Schließmuskel und der Analkanal gehören. In wenigen Fällen ist die Stuhlinkontinenz angeboren. Es kann viele Gründe für eine Störung des Anorektums geben: Neurologische Krankheiten, Darmerkrankungen, Tumore, aber auch Hämorrhoiden, Verletzungen in Folge einer Geburt oder Operationen sowie die Einnahme bestimmter Medikamente.

Mediziner unterscheiden drei Schweregrade der Stuhlinkontinenz

Die Teilinkontinenz ersten Grades tritt bei Belastungen auf und beschreibt einen gelegentlich auftretenden unkontrollierten Austritt von Luft oder Stuhlschmiere. Hingegen können Betroffene der Teilinkontinenz zweiten Grades Darmgase und dünnen Stuhl nicht halten. Betroffene der Totalinkontinenz haben keine Kontrolle über ihre Darmentleerung und leiden unter ständiger Stuhlschmiere bis hin zum Austritt festen Stuhls.

Viele Menschen freuen sich im Alter darauf, eine erholsame Zeit ohne Verpflichtungen zu erleben

Lassen Sie sich von einer Inkontinenz – egal welcher Form oder Schwere – nicht in Ihrem Alltag einschränken. Zusätzlich zu den oben aufgeführten Therapiemöglichkeiten gibt es verschiedene Alltagshelfer, die den Umgang mit Inkontinenz erleichtern.

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