Check-Up : Gesundheitsvorsorge für Männer

  • -Aktualisiert am

Vorsorgeuntersuchungen haben einen präventiven Charakter und dienen zur Erhaltung der Gesundheit. ©Freepik

Es gibt eine Reihe von Untersuchungen zur Früherkennung für Männer, die dazu dienen, behandelbare und in hoher Frequenz auftretende Krankheiten zu diagnostizieren.

So können diese in einem rechtzeitigen Stadium erkannt und begleitet werden. Diese Vorsorgeuntersuchungen haben einen präventiven Charakter und dienen zur Erhaltung der Gesundheit. Bei gesetzlich Versicherten werden die Kosten von den Krankenkassen übernommen.  

Häufig werden die Vorsorgeuntersuchungen nicht genutzt, da unterschiedliche Gründe wie zeitliche Faktoren oder ein gutes Gesundheitsgefühl im Weg stehen. In Zahlen bedeutet dies: In Deutschland nehmen nur ein Fünftel der Männer ab einem Alter von 45 Jahren die Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung wahr.

Es gibt viele Leistungen, die von Betroffenen nicht in Anspruch genommen werden. So verhält es sich zum Beispiel auch mit den Pflegehilfsmitteln, die Pflegebedürftigen zustehen. Diese können nach § 40 SGB XI des Pflegegesetztes bei einem Pflegegrad von der Pflegekasse übernommen werden.

Zeitpunkt der Vorsorge

Männer im Alter zwischen 18 und 35 Jahren nutzen den einmaligen Check-Up zur Prävention. Sie können diesen bei Ihrem Hausarzt durchführen lassen.

Ab einem Alter von 35 Jahren werden die Check-Ups in einem dreijährigen Turnus beim Hausarzt vorgenommen. Zusätzlich empfiehlt es sich, in einem zwei-Jahres-Takt bei einem Hautarzt ein Screening durchführen zu lassen.

Im Alter von 45 Jahren kommen Untersuchungen zur Früherkennung von Prostata- und Genitalienkrebs hinzu. Und ab dem 50. Lebensjahr kann über eine Stuhlprobe eine Untersuchung auf Darmkrebs erfolgen. Darmkrebs lässt sich in vielen Fällen auch über eine Darmspiegelung erkennen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Hausarzt beraten.

Mit einem Lebensalter von 65 Jahren können Männer über einen Ultraschall ihre Bauchschlagader untersuchen lassen.

Krebsvorsorgen und allgemeiner Check-Up

Bei der Krebsvorsorge stehen vor allem die häufig auftretenden Krebsformen Haut-, Darm- und Prostatakrebs im Fokus. Der allgemeine Check-Up dient zur Erkennung von Krankheiten wie u.a. Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Werden diese Krankheiten nicht oder sehr spät behandelt, steigt das Risiko, schwere Schäden für die Gesundheit zu verursachen. Neben den genannten Erkrankungen bieten Vorsorgeuntersuchungen aber auch die Chance, psychische Probleme, eine Alkohol- oder andere Abhängigkeit zu besprechen. Auch Themen wie Stress oder Übergewicht sind in diesen Check-Ups gut aufgehoben.

Natürlich fällt es leichter, über etwaige Themen mit einem Arzt zu sprechen, zu dem der Patient bereits ein gutes Vertrauensverhältnis aufgebaut hat. Doch auch wenn dem nicht so ist, sollten Themen nicht verschwiegen werden. Die Lösung ist dann vielmehr ein neuer Hausarzt oder ein (erneuter) Versuch, über den eigenen Schatten zu springen. Im Vordergrund der Entscheidung sollte in jedem Fall die Gesundheit liegen.

Der Vorteil der Vorsorgeuntersuchungen liegt auf der Hand: Werden etwaige Warnzeichen früh erkannt, bieten sich sehr viel höhere Chancen auf eine Heilung einer beginnenden Erkrankung. Im Gegensatz können Krankheiten, die nicht oder spät erkannt werden, ernstzunehmende Folgen für die Gesundheit haben. Da die Untersuchungen für gesetzlich Versicherte – abgesehen vom zeitlichen Aufwand – kostenfrei sind, sollten diese somit häufiger wahrgenommen werden.

Krebs, die Volkskrankheit

Während in jungen Jahren oftmals noch nicht viele Gedanken an Krankheiten wie Krebs verschwendet werden, rücken Themen wie diese im Alter näher. Dies liegt vermutlich darin begründet, dass jüngere Menschen weniger häufig an Krebs erkranken. Im Laufe eines Lebens sind die Chancen eine Krebserkrankung zu erleiden, allerdings sehr hoch und auch an Krebs zu sterben ist keine Seltenheit: In Deutschland ist Krebs die zweithäufigste Todesursache nach dem Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In diesem Licht weisen die Krebsvorsorgeuntersuchungen einen gewichtigen Wert auf: Denn früh erkannt, muss eine Krebsdiagnose kein Todesurteil sein.

Vorsorgeuntersuchung verpasst?

Es ist sicherlich ratsam, mit der ersten sich bietenden Vorsorgeuntersuchung zu starten, doch natürlich ist es in keinem Alter zu spät damit zu beginnen. Jederzeit können sich Patienten bei ihrem Hausarzt dazu beraten lassen und einen Termin vereinbaren.

Sollten Sie sich von diesen Zeilen angesprochen fühlen, legen wir Ihnen ans Herz, zur nächsten Vorsorge zu gehen: Viele Erkrankungen, die frühzeitig erkannt werden, sind gut zu behandeln.

Weitere Informationen zur Kostenübernahme von Pflegehilfsmitteln finden Sie hier.