Johanniter-Mobilnotruf : Sicherheit für unterwegs

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Seitdem Reinhard Meister das mobile Notrufgerät von den Johannitern dabeihat, fühlt er sich bei seinen Outdoor-Touren sicher. Im Notfall kann er sofort und von überall in Deutschland den Rettungsdienst über die Hausnotrufzentrale der Johanniter rufen. ©Boris Breuer

Reinhard Meister ist begeisterter Outdoor-Sportler. Trotz seines fortgeschrittenen Alters ist er noch immer sportlich sehr aktiv. Häufig ist der Pensionär mit dem Mountain-Bike in der Natur allein unterwegs. Im Notfall kann er von überall schnell Hilfe rufen: Mit dem Johanniter-Mobilnotruf.

Göttingen. Endlich hat Reinhard Meister eine Lösung für seine persönliche Sicherheit gefunden und auch seine Kinder brauchen sich keine Sorgen mehr um ihn zu machen. Meister ist mit seinen 65 Jahren noch ein ausgesprochener Bewegungsmensch. Seit dem Tod seiner Frau lebt er allein in Göttingen. Dass er mit so unfallträchtigen Sportarten und dazu noch meistens allein unterwegs ist, erfüllte seine Angehörigen mit Sorge: „Wer hilft, wenn Vati einmal etwas passiert?“, fragten sie sich. Doch seit Meister sein mobiles Notrufgerät immer dabeihat, sind sie beruhigt. Damit kann er deutschlandweit, sofern Mobilfunknetz und Satellitenempfang vorhanden sind, jederzeit Hilfe rufen. „Meine Tochter Sonja und ich haben das kürzlich zusammen getestet“, erzählt Meister. „Ich löste einen Probe-Notruf aus und nur wenige Sekunden danach konnte die Notrufzentrale uns genau sagen, an welchem Ort wir uns befinden.“

Im Notfall: Ortung per Satellit

Der Mobile Notruf der Johanniter ist ein kleines, handliches Gerät, das auf Mobilfunktechnik basiert. Die Ortung per Satellit kann auf Wunsch hinzugebucht werden. Bei einem Unglück sendet das Gerät dann zusammen mit dem Notruf den Aufenthaltsort des Kunden. Die nächstliegende Johanniter-Notrufzentrale wird benachrichtigt und organisiert rund um die Uhr gezielt Hilfe. Meister trägt das Gerät jetzt auf allen seinen Touren am Körper. Im Falle eines Sturzes, einer Verletzung oder anderer gesundheitlicher Schwierigkeiten, braucht er nur ganz kurz den Notrufknopf zu drücken. Über die Freisprecheinrichtung des Mobilnotrufs nehmen die Mitarbeiter in der Notrufzentrale dann Kontakt mit ihm auf und klären, was im nächsten Schritt zu tun ist.

Entweder benachrichtigen sie dann in einer bestimmten Reihenfolge seine Angehörigen oder sie schicken einen Rettungswagen. Meldet sich Reinhard Meister nicht, macht sich sofort der Rettungsdienst auf den Weg zu seinem Aufenthaltsort.

Schnelle Hilfe auch für junge Leute

Meister testet gelegentlich, ob das wirklich funktioniert. Heute möchte er es seiner Tochter vorführen. Die Zentrale meldet sich nach Auslösen des Notruf-Knopfes sofort. Sie nennt den beiden bis auf wenige Meter genau ihren Standort. Sonja ist sichtlich beeindruckt von diesem Probelauf. „Ganz toll, wie schnell die Notrufzentrale sich gemeldet hat und wie präzise die Ortung funktioniert“, freut sie sich. „Da kann man als Familienmitglied wirklich beruhigt sein, dass im Ernstfall umgehend Hilfe kommt!“ Jetzt überlegt Sonja selbst, sich ein mobiles Notrufgerät zuzulegen. Sie ist zwar erst 38 Jahre alt. Doch als Diabetikerin würde auch sie sich damit sicherer fühlen, wenn unterwegs einmal ihr Blutzuckerspiegel zu stark abfallen sollte. “Das Risiko ist immer da und ich möchte es nicht riskieren, deswegen einmal in Lebensgefahr zu geraten“, erklärt sie. Dieses Beispiel zeigt: Nicht nur Senioren, sondern auch junge Menschen profitieren vom Mobilnotruf. Er eignet sich u.a. für Sportler, die sich für mögliche Unfälle absichern möchten, für schwangere Frauen, für Menschen mit chronischen Erkrankungen aber ebenso wie für Außendienstmitarbeiter, die oft allein unterwegs sind. Auch Eltern können ihren Kindern mit Hilfe des Mobilnotrufs ein Stück mehr Sicherheit schenken.

Notruf: Medizinische Daten hinterlegt in der Notrufzentrale

Die medizinischen Daten der Notrufkunden werden gleich zu Beginn in der Johanniter-Notrufzentrale hinterlegt. So sind die Einsatzkräfte optimal vorbereitet, wenn sie am Notfallort eintreffen. „Das ist wirklich wichtig“, findet Sonja. „Denn gerade, wenn die Situation ernst ist und man vielleicht gar nicht mehr sprechen kann, müssen die Helfer ja gut informiert sein.“ Auch für Reinhard Meister war das ein wichtiger Punkt, als er sich für den Johanniter-Mobilnotruf entschieden hat. Doch jetzt muss er los zu seiner abendlichen Mountainbike-Tour. „Bewegung ist wichtig, damit man gesund und in Schwung bleibt“, lacht er. Und schon ist er wieder losgebraust.