Erektile Dysfunktion : Wenn auf einmal im Bett nichts mehr geht

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Es gibt viele Ursachen für eine erektile Dysfunktion. In den meisten Fällen lässt sie sich aber gut behandeln. ©wavebreakmedia_micro | Freepik.com

Es ist vermutlich eine der Urängste aller Männer: Der Penis will einfach nicht mehr steif werden. Ursachen für die erektile Dysfunktion, wie Mediziner das Phänomen bezeichnen, gibt es viele. In den meisten Fällen lässt sie sich aber gut behandeln. Ein Patient berichtet.

„Als es zum ersten Mal passiert war, hatten weder meine Frau noch ich der Sache eine größere Bedeutung beigemessen“, erinnert sich Marcus S. „Mein Penis war nicht steif geworden, Sex war unmöglich gewesen – aber wir beide waren uns sicher, dass es bei nächster Gelegenheit schon wieder klappen würde.“

Marcus S. schob die Sache auf den anstrengenden Tag im Büro und auf die zwei Bier, die er nach Feierabend ausnahmsweise getrunken hatte. Der 58-Jährige beschloss, den Vorfall so schnell wie möglich wieder zu vergessen.

Es begann ein Teufelskreis

Als sich der Vorfall wenige Tage später allerdings wiederholte, bekam er es allmählich doch mit der Angst zu tun. Marcus S. hatte einen weitgehend entspannten Tag hinter sich und am Abend extra auf Alkohol verzichtet. „Auch meine Frau fing an, sich Sorgen zu machen“, erzählt er. „Sie versuchte zwar, es vor mir zu verbergen, doch ich sah es in ihren Augen.“

„Wir hatten immer ein schönes und ausgefülltes Sexualleben gehabt, doch nun begann ein Teufelskreis“, berichtet Marcus S.: „Je größer meine Angst vor dem nächsten Versuch wurde, desto sicherer blieb die Erektion aus.“

Seine Frau und er litten beide eine ganze Weile still vor sich hin. „Es war wie ein Albtraum, der nicht mehr enden wollte“, sagt Marcus S. heute. Bis er sich schließlich ein Herz fasste und einen Termin bei seinem Hausarzt ausmachte, um dort seine Probleme zu schildern.

Erektile Dysfunktion kann körperliche und seelische Ursachen haben

„Das Gespräch fiel mir zunächst schwer, doch mein Arzt zeigte sich zum Glück sehr verständnisvoll“, erinnert sich Marcus S. Zunächst einmal habe der Mediziner ihm versichert, dass er mit seinem Problem bei weitem nicht allein sei: Deutschlandweit gebe es vermutlich rund drei bis fünf Millionen betroffene Männer. Das Risiko einer erektilen Dysfunktion – von der man übrigens schon spreche, wenn etwa sieben von zehn Versuchen, Geschlechtsverkehr zu haben, scheitern – steige mit zunehmendem Alter. Der Arzt erklärte ihm auch, dass es eine ganze Reihe körperlicher, aber auch seelischer Ursachen für diese Form der Impotenz gebe – und dass Angst und Stress das Problem in der Regel tatsächlich verschlimmern. Auch manche Medikamente könnten das Steifwerden des Glieds verhindern. Nachlesen könne Marcus S. all das auch noch einmal ganz in Ruhe zu Hause in der Broschüre, die er ihm mitgeben würde, oder auch auf gut recherchierten Seiten im Internet.

Stress abzubauen kann bei Erektionsstörungen helfen

Nach einer anschließenden ausgiebigen körperlichen Untersuchung, bei der ihm auch Blut abgenommen wurde, erfuhr Marcus S., dass er an erhöhten Cholesterinwerten litt – und dass diese Veränderung eine erektile Dysfunktion begünstigen kann.

Der Arzt empfahl ihm zunächst, seine Ernährung zu verändern. Er solle mehr Obst, Gemüse, Nüsse und gesunde Öle zu sich nehmen sowie öfter als bisher auf Fleisch, Wurst und Alkohol verzichten. Auch müsse er versuchen, sich in der Freizeit mehr zu bewegen und darüber hinaus – vielleicht mithilfe von Entspannungstechniken – übermäßigen Stress abzubauen.

Welche Arzneimittel helfen bei Erektiler Dysfunktion?

Zusätzlich verschrieb der Arzt Marcus S. einen Cholesterinsenker sowie ein Mittel gegen die Erektionsstörung, einen sogenannten PDE-5-Inhibitor (Phosphordiesterase-5-Hemmer). Dieses Arzneimittel bewirkt über die Hemmung eines körpereigenen Enzyms, dass die Durchblutung der Schwellkörper des Penis zunimmt und so die Erektion entstehen oder länger bestehen kann.

Sollte dieses Mittel ihm nicht helfen, gebe es nicht nur weitere PDE-5-Hemmer mit einer anderen Wirkdauer, sondern auch noch ganz anders wirkende Substanzen, beispielsweise die Prostaglandine, versicherte ihm der Mediziner. Bei diesen handele es sich um körpereigene Hormone, wie sie unter anderem auch im Sperma enthalten sind.

Medikamente online bestellen

„Und dann stand ich mit dem Rezept in meinen Händen auf der Straße“, erinnert sich Marcus S. „Irgendwie schämte ich mich noch mehr bei dem Gedanken, damit jetzt eine Apotheke aufzusuchen, als ich es während des Gesprächs mit meinem Arzt getan hatte – den ich ja wenigstens seit vielen Jahren kannte.“ Er fuhr erst einmal nach Hause, um seiner Frau von den Neuigkeiten zu berichten. Gemeinsam kamen sie schnell auf die Idee, dass man das Medikament ganz einfach online bestellen könne. So bliebe ihnen der womöglich peinliche Gang in die Apotheke erspart. Gesagt, getan – nur wenige Tage später wurde das ersehnte Mittel in einem neutralen Paket geliefert.

Ein Liebesleben fast wie früher

„Natürlich war es anfangs gewöhnungsbedürftig, da man die Tablette ja schon etwa eine Stunde vor dem geplanten Sex einnehmen muss“, berichtet Marcus S. „Die Spontaneität geht dadurch ein wenig verloren.“ Aber das nehmen er und seine Frau gerne in Kauf. Denn davon abgesehen ist ihr Liebesleben nun beinahe wieder wie früher. „Vielleicht sogar noch etwas besser“, sagt Marcus S. „Denn jetzt wissen wir unseren Sex fast mehr als vor dieser ganzen Geschichte zu schätzen.“

Folge-Rezept auch ohne Arztbesuch

Verträgt Marcus das Arzneimittel gut und hat keinen Gesprächsbedarf mit seinem Arzt, kann er in Zukunft den Gang zum Hausarzt auch ab und zu vermeiden: durch den neuen Service der SHOP APOTHEKE in Kooperation mit der Online-Arztpraxis ZAVA. Der führende Anbieter telemedizinischer Leistungen bietet einen sicheren und komfortablen Weg, viele verschreibungspflichtigen Medikamente ohne Besuch in einer Arztpraxis zu erhalten.

Weitere Informationen zum Online-Arzt-Service finden Sie hier.