KRANKENZUSATZVERSICHERUNG : Zusatztarife helfen in der schweren Zeit

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Auf der sicheren Seite mit der Krankenzusatzversicherung. ©Patrizia Tilly | Fotolia.com

Krankenzusatzversicherung? Braucht doch kein Mensch! So denken viele – bis es zur ersten schweren Krankheit, womöglich zur ersten großen Operation kommt.

So wie bei Peter S. Der Bauingenieur setzt sich an einem Bilderbuch-Frühlingstag auf sein Mountainbike. Los geht´s zu einer Tour rund um den Tegernsee. Zweieinhalb Stunden schwitzen, dann kommt er auf der 1.200 hoch gelegenen Auer-Alm an. Nach einem erfrischenden Glas Molke geht‘s bergab – teilweise mit Tempo 60. In einer spitzen Kurve passiert es: Peter S. rutscht auf dem Schotter aus, will noch bremsen. Dann stürzt er kopfüber über den Lenker des Rades, prallt schließlich gegen eine Tanne. Die Diagnose im Krankenhaus ist klar: schwere Gehirnerschütterung und Schultergelenkfraktur, eine Operation ist unvermeidlich.

Nach einem Anruf bei seinem Krankenversicherer quälen den 42-Jährigen zwar immer noch heftige Schmerzen, dafür aber ist er die Sorgen über Krankenhauswahl, Unterbringung und die Betreuung durch einen Spezialisten los. Möglich macht dies eine Zusatzversicherung, die der Familienvater als Ergänzung zur gesetzlichen Krankenversicherung abgeschlossen hat. Damals beeindruckte ihn das Leistungspaket: Im Fall des Falles kann er sich die für seine Verletzung erfahrenste Klinik aussuchen, wählen zwischen Zwei- und Einbettzimmer, hat die Option, sich vom Chefarzt behandeln zu lassen. Und dies alles unbürokratisch, sogar ohne Gesundheitsprüfung vor Vertragsabschluss.

Freie Krankenhauswahl – optimale Versorgung

Eine Absicherung, die sich nach dem Mountainbike-Sturz am Tegernsee für ihn bezahlt macht. Peter S. fühlt sich in einer Spezialklinik optimal betreut. In seinem Einbettzimmer kann er nach der Operation durchatmen, erholt sich rasch. Sein Fazit: „Ganz ehrlich: Ich kann nur jedem empfehlen, sich für solche Fälle über die gesetzliche Krankenversicherung hinaus abzusichern.“

Wie groß der Bedarf ist, zeigen zwei Zahlen aus dem Jahr 2016: Fast 20 Millionen Patienten wurden in deutschen Krankenhäusern behandelt. Häufig als Folge eines Unfalls – egal ob beim Trip mit dem Mountainbike oder beim Sturz von der Leiter beim Reinigen der Dachrinne. Mehr als ein Drittel (38 %) der Patienten, so die aktuellen Zahlen, muss operiert werden. Im Schnitt dauert ein Krankenhausaufenthalt mehr als sieben Tage.

„Es kann wirklich jeden treffen. Deshalb ist es ja so wichtig, sich mit entsprechenden Zusatzversicherungen auf eine solche Situation vorzubereiten, sagt Clemens Muth. Er ist Chef der Deutschen Krankenversicherung (DKV), bei der viele Millionen Deutsche eine Zusatzversicherung abgeschlossen haben. Ein Trend, der deutlich zunimmt. Muth: „Die Zahl der Zusatzversicherten wächst kontinuierlich.“

Krankenzusatzversicherungen stark im Trend

Parallel zur Nachfrage sind in den vergangenen Jahren auch die individuellen Leistungsangebote gewachsen. Sie reichen von vielfältigen Paketen für die Tage im Krankenhaus selbst, über eine eventuell erforderliche Reha oder ein Tagegeld, das den finanziellen Verlust einer Krankheit abdeckt.

So sichern Zusatztarife den Wunsch nach Zweibett- oder Einbettzimmer ebenso ab, wie eine Chefarztbehandlung, die freie Krankenhauswahl, ein Krankenhaustagegeld, mit dem sich zum Beispiel Krankenhaus-Kosten für Telefon, Internet oder gar eine Krankenhauslektüre abdecken lassen.

Eine Marktlücke deckt ein spezieller Tarif der DKV ab: Damit Schwerkranke möglichst rasch in gute Hände kommen, vermittelt die DKV einen Termin bei einem Top-Mediziner, zum Beispiel Herzspezialisten, Operateuren für Bandscheibenleiden oder Onkologen. Dazu arbeitet die DKV bundesweit mit etwa 100 anerkannten medizinischen Experten zusammen.

Schneller Termin beim Spezialisten

So sitzen Versicherte den jeweiligen Experten für das jeweilige Fachgebiet gegenüber und können sich eine profunde Einschätzung für ihren weiteren Behandlungsweg geben lassen. Wenn die Versicherten die Anreise scheuen, fertigt der Experte auch eine schriftliche Zweitmeinung an. Sollte nach Expertenmeinung eine Operation erforderlich sein, organisiert die DKV einen Termin. Außerdem gibt es 500 Euro pauschal für Aufwendungen wie zum Beispiel die Anreise zum Experten oder die Kosten für die ambulante Sprechstunde.

So wie bei der kleinen Saskia. Bei der Sechsjährigen wurde eine schwerwiegende Entzündung an der Wirbelsäule festgestellt. Sie lag meist apathisch im Bett, konnte sich nur mit Schmerzmitteln bewegen. Mit der vom untersuchenden Krankenhaus angeratenen Behandlung Versteifung der Wirbelkörper mochten sich die Eltern der Grundschülerin aber nicht zufriedengeben.

Deshalb wendeten sie sich an die DKV. Dort wurde ein Kontakt zu einem anerkannten Experten für Wirbelsäulenschädigungen vermittelt. Der riet von einer Operation ab. Seine Erfahrung: Die betroffenen Wirbelkörper verbinden sich mit der Zeit von selbst, eine Versteifung, wie zunächst angeraten, sei nicht notwendig. Dem folgten die Eltern – und bedankten sich nach bangen Monaten überschwänglich.

Ausführliche Infos zu Zusatztarifen der DKV finden Sie hier: Zusatzversicherung der DKV.